Citroën 15 - Six Traction Avant
 

 

Kleine Chronik:

« Weil ein Pferd nicht schiebt, sondern zieht », wie er selbst sagte, hatte sich André Citroën (1878-1935) zu Beginn der dreißiger Jahre mit ausgesuchten Mitarbeitern an die ersten Entwürfe für einen Fronttrieb-Wagen gemacht. Sein erster „Traction Avant“ vom Typ 7A kam im April 1934 auf den Markt. Mit seiner trittbrettlosen Ganzstahlkarosse, seinen hydraulischen Bremsen, seiner Drehstabfederung vorn und einer erstaunlichen Straßenlage bedeutete er eine Revolution. Freilich war er noch mit einigen Kinderkrankheiten behaftet und wurde deshalb doch nicht das erwartete große Geschäft. So musste der 7A nach wenigen Monaten den Modellen 11 CV „Normale“ und AL „Légère“ weichen.

1938 kam der „Traction Avant“ 15-Six heraus. Dank des gedrängten Fronttrieb-Aggregates und durch die fast voll ausgenutzte Spur profitierten sowohl der 15-Six wie auch seine Vorgänger enorm an Innenraum. Schon nach kurzer Zeit zählten sie zu den beliebtesten Wagen unter allen Automodellen der Welt. Im Winter 1953/54 überraschte Citroën die Kraftfahrer mit einer umwälzenden Neuerung: der serienmäßig gelieferten lufthydraulischen Federung an den Hinterrädern. 1955 wurde der 15-Six durch den DS 19 abgelöst, zum großen Bedauern der Welt. Der Neue war noch eigenwilliger als sein Vorgänger gestaltet, aber er behielt dessen Vorzüge bei und vervollständigte sie durch die hydropneumatische Federung des gesamten Fahrwerks.

Interessant noch, dass die „Tractions“ – der 11CV wurde bis 1957 gebaut – über 23 Jahre hinweg produziert und insgesamt in einer Stückzahl von einer runden Million verkauft wurden.


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